endoo Fallstudie

Ein Anwendungsbeispiel der Gesamtschule Münster Mitte

Die Gesamtschule Münster Mitte (kurz: GeMM) ist im Münsterland einer der Vorreiter bei der flächendeckenden Nutzung von digitalen Medien im Unterricht. Sie begann ihre Gebäude schon lange vor dem Digitalpakt mit der dafür notwendigen IT-Infrastruktur auszurüsten. Ihre Nutzung und die Anforderungen daran sind im Laufe der Jahre stetig gewachsen. Deshalb wurde diese Infrastruktur, von Beginn an begleitet von endoo, immer weiter entwickelt und laufend den wachsenden Bedürfnissen des Schulalltags angepasst. Die GeMM  wurde 2012 gegründet und begann mit dem ersten Schuljahrgang der Klasse 5, der 2018 in die Oberstufe eingetreten ist. Bis 2021 wird sie ihre endgültige Größe von etwa 860 Schülerinnen und Schüler erreichen. Die Basis (Die Grundlage) ihrer IT-Infrastruktur bildet ein flächendeckendes WLAN von endoo für die Lehrkräfte und für ausgewählte Geräte der Schüler. 

Logo Gesamtschule Münster Mitte
Phase 1 (ab 2015): Schuleigene Geräte in Kombination mit BYOD Geräten von Schülern und Lehrern

Schon die ersten Planungen der IT-Infrastruktur für die GeMM richtete sich nach den besonderen Bedürfnissen der Schule. Dazu wurden zunächst ein Medienkonzept entwickelt und die Anforderungen an die künftige Schul-IT ermittelt und definiert. Das Herzstück sollte ein leistungsfähiges, einfach zu erweiterndes und auf die speziellen Bedürfnisse von Schulen zugeschnittenes, leicht zu bedienendes WLAN sein. Deshalb hat die GeMM sich für endoo als Partner entschieden. endoo hat das System installiert und dann nach und nach und im Austausch mit der Schule entsprechend deren Ideen und wachsenden Anforderungen weiterentwickelt. 

Zunächst erhielten im Jahr 2015 die Unterrichtsräume für die Sekundarstufe 1 ein flächendeckendes WLAN-Netzwerk (BYOD). Hierfür wurde der endooConnect Schulrouter in der Schule installiert und ihre Klassenräume wurden mit Access Points ausgestattet.  Neben den schuleigenen Geräten erhielten auch externe Geräte, über eine individuelle Kennung Zugang zu dem endooConnect-Netzwerk. Dafür wurden im zentralen Steuerungssystem neben einer aktiven Verschlüsselung mittels WPA2-Schlüssel (für die schuleigenen Geräte) zusätzlich die Eingabe einer individuellen Kennung aktiviert. Lehrer und Schüler können deshalb mit ihren eigenen Geräten (BYOD) nach der Eingabe ihrer persönlichen Zugangsdaten kabellos auf das Internet zugreifen. Dank der benutzerbezogenen Kennungen können in der endooConfiguration Cloud einzelne Benutzer ganz einfach zentral gesteuert und verwaltet werden. Zugänge lassen sich so kurzfristig, intuitiv und ohne besondere Computerkenntnisse individuell oder gruppen– bzw. klassenweise für bestimmte Unterrichtsituationen aktivieren und danach genauso einfach wieder deaktivieren. Die schuleigenen mobilen Geräte wie Tablets und die inzwischen auch eingeführten Notebooks erhalten einen an die MAC-Adresse gebundenen Zugang zum WLAN-Netzwerk und können darauf deshalb, etwa während des Unterrichts, ohne gesonderte Anmeldung zugreifen.  Alle Endgeräte haben durch den in endooConnect integrierten Jugendschutzfilter einen jederzeit sicheren Zugang ins Internet ohne dafür weitere Einstellungen vornehmen zu müssen. 

WLAN Schulhof
Treppenhaus Schule
Schulflur
Phase 2 (ab 2018): zusätzliche Nutzung von einer elternfinanzierten 1:1 iPad Ausstattung in der Oberstufe

Im Jahr 2018 wurde die Schule um ein Oberstufengebäude erweitert, in dem sogleich die erste Oberstufenklasse einzog. Dieses Gebäude ist über eine LWL Leitung mit den anderen Gebäuden vernetzt. Außerdem wurde gleichzeitig mit der Baumaßnahme eine Glasfaseranbindung an das Netzwerk der Stadt vorgenommen, sodass ab diesem Zeitpunkt eine noch stabilere und schnellere Internetleitung zur Verfügung steht. Aus diesem Grund wurde das bereits bestehende WLAN-Netzwerk noch einmal umfangreich erweitert, wobei 14 zusätzliche Access Points zum Einsatz kamen, sodass zum Netzwerk nun 47 Access Points gehören. Schon vorher hatte die GeMM ihr Medienkonzept überarbeitet und führte in der neuen Oberstufe die flächendeckende Verwendung von Tablets ein. Angeschafft wurden Apple iPads, auf denen neben Lern-Apps auch digitale Lehrbücher verwendet werden. Sie sind das zentrale Hilfsmittel für den täglichen (digitalen) Unterricht. Die Einbindung von Tablets in den Unterricht fördert und ermöglicht eine zeitgemäße Lernkultur, in der die Lernziele mehr umfassen als nur die Bedienung von Software und Geräten. Die Schüler erlernen und entwickeln eine umfangreiche Medienkompetenz, die aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen auch einen kritischen Umgang mit der Digitalisierung und dem Internet und seinen Inhalten beinhaltet. Die GeMM setzt dabei auf den Einsatz von elternfinanzierten Geräten, die während des Unterrichtalltags das schulinterne Netzwerk benutzen dürfen.

Mit Hilfe von VLANs wurde dazu neben dem bereits bestehenden WLAN-Netzwerk, mit dem pädagogischen Netzwerk ein zweites Netzwerk eingerichtet, das von den vorhandenen Access Points als weiteres WLAN ausgesendet wird. Um eine hohe Performance beim Nutzen der verschiedenen Apps und deren Installation und Updates zu erreichen, ist im Netzwerk ein Mac Mini als „Caching-Server“ installiert, was vor allem bei der Nutzung einer größeren Anzahl an iOS basierten Geräten sinnvoll ist. Auf diesem Rechner verhindert ein Dienst (Programm), dass die externe Internetleitung durch Downloads von Apps und Updates unnötig mehrfach belastet wird. Gerade bei den nicht kummulativen Updates von iOS Apps kommen sonst schnell sehr große Datenmengen zustande.

Über das schulinterne WLAN-Netzwerk kommunizieren die iPads mit dem an der GeMM eingesetzten MDM System “ZuluDesk” (jetzt „Jamf School“) und dem Schulserver “IServ”. Dabei bietet IServ vor allem Kommunikationsfunktionen, wie E-Mail, Kalender und eine kollaborative Dateiablage. „ZuluDesk” hingegen erlaubt eine automatisierte Verteilung und Aktualisierung der notwendigen Apps und Lizenzen sowie die Aktivierung des Schul-Profils beim Einsatz der iPads in der Schule. So wird bspw. ein einheitlicher Hintergrund, eine Deaktivierung von nicht unterrichtsdienlichen Funktionen und eine einheitliche Anordnung der Apps erreicht. Sobald der Schüler sich in der Schule aufhält und sich in ihr pädagogisch Netz einwählt, wird automatisch das Schul-Profil aktiviert. Zu Hause kann das Tablet jederzeit uneingeschränkt ohne das Schul-Profil benutzt werden. Das endoo Netzwerk-Konzept erlaubt den Tablets einen drahtlosen Zugang zum pädagogischen Netz und darüber die gewünschte Kommunikation mit dem Schulserver und dem schulinternen MDM Management System.

Dieser besondere, an den speziellen Bedürfnissen der GeMM ausgerichtete Aufbau des Netzwerks zeigt, welche weitreichenden Lösungen eine enge Zusammenarbeit und Kooperation zwischen spezialisierten Lösungsanbietern wie endoo und Schulen ermöglichen kann. Dabei hat nicht nur die GeMM von der engen Zusammenarbeit profitiert, sondern auch endoo. endoo konnte dadurch einzelne Überlegungen und Wünsche der Schule bei der Weiterentwicklung ihrer Produkte berücksichtigen und die im Austausch mit der GeMM entwickelten Lösungen auch anderen Schulen zugänglich machen.

Der an der GeMM für die Schul-IT verantwortliche stellvertretende Schulleiter Werner Schlöpker zieht folgendes Fazit aus der mehrjährigen Zusammenarbeit mit endoo:

“Ohne endoo hätten wir unseren ambitionierten Digitalisierungsideen nicht so schnell und erfolgreich umsetzen können. Bei allen Fragen, Vorhaben und Problemen hat uns endoo immer sehr schnell und kompetent unterstützt und beraten und dabei stets effiziente Lösungen gefunden.“

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